Passive Current Attenuator

Ein wesentlicher Teil der Entwicklung eines Kompressors ist das Regel-Element, welches das NF-Signal spannungsgesteuert absenken kann. Hierdurch unterscheiden sich auch die wesentlichen technologischen Konzepte.

Beim alpha compressor kommt elysias diskret aufgebauter, temperaturkompensierter Passive Current Attenuator (PCA) zum Einsatz. Diese Schaltung wandelt das zugeführte Eingangssignal in einen Strom um und kann diesen anschließend spannungsgesteuert reduzieren. Die Ansteuerung ist ähnlich wie bei einem VCA und hat daher eine berechenbare Kennlinie. Der Kern besteht aus sechzehn diskreten Transistoren, die über ein eigenes Heizsystem auf eine definierte Temperatur gebracht werden, um Temperaturschwankungen auszuschließen.

Im Gegensatz zu industriellen ICs arbeitet der PCA rein passiv, er hat keine internen Verstärker und erzeugt daher ausschließlich Signalabschwächungen. Erst eine nachgeschaltete Verstärkerstufe wandelt den Strom wieder in eine Spannung um, und das Make-Up Gain wird mit einer zusätzlichen Stufe hinzugefügt. Die Ansteuerkennlinie wurde für die Anwendung im Mastering optimiert, so dass beim Einsetzen der Regelvorgänge die Änderungen sehr gefühlvoll stattfinden. Sind heftigere Ergebnisse gefragt, sollte der alternative Feed Forward-Modus ausprobiert werden.

Weitere Vorzüge des PCAs sind seine enorme Bandbreite und die extrem schnellen Regel-Geschwindigkeiten. In wenigen Mikro-Sekunden sind auch große Pegel-Änderungen vollzogen – eine wichtige Voraussetzung für einen schnellen und flexiblen Kompressor. Maßgeblich am klanglichen Gesamtcharakter beteiligt, erzeugt das PCA ein gesundes Maß an K2 und K3, wodurch die Musik mit natürlichen Obertönen bereichert wird. Das Klangbild wird größer, voller und verleiht insbesondere digital gemischten Produktionen das gewisse Extra.