• alpha compressor

    Der ultimative Analog-Kompressor

alpha compressor

Analog Mastering Kompressor

Ein moderner Klassiker

Der alpha compressor ist ein moderner Klassiker und ist seit der Veröffentlichung im Jahr 2008 ein mächtiges Werkzeug für professionelle Dynamikbearbeitung. Mit innovativen Funktionen und einer völlig kompromisslosen Klangqualität setzt er neue Maßstäbe bei der Bearbeitung von Audiomaterial aller Art. Er bietet M/S-Bearbeitung, parallele Kompression, Limiter, sowie Sidechain- und Audiofilter um nur einige zu nennen.

Die erzielbare Signalqualität ist über jeden Zweifel erhaben; selbst bei extremen Einstellungen bleibt das Klangbild immer sauber und druckvoll. Somit bietet der alpha compressor passende Einstellungen für nahezu jeden Musikstil und lässt sich immer gewinnbringend einsetzen. Die erweiterten Funktionen gehen weit über das Potenzial eines normalen Kompressors hinaus und eröffnen ungeahnte Möglichkeiten für sämtliche Mastering- und Mixing-Anwendungen.

5 Gründe warum du den alpha compressor nutzen solltest

auch wenn es noch viele andere gibt!

  • Verarbeitungsqualität

    Der alpha compressor wird, wie alle unsere Produkte, in Deutschland entwickelt, konstruiert und handgefertigt.

  • 100% Diskrete Class-A Technologie

    Repräsentiert konsequent die Kunst der diskreten Signalverarbeitung.

  • Integrierte M/S Matrix

    Als Alternative zum Standard-Stereobetrieb kannst du Mitten- und Seitensignale bearbeiten.

  • Side Chain Filter

    Integrierte Frequenz-selektive Kompression.

  • Auto-Fast

    Eine zuschaltbare Halbautomatik die immer für perfektes Attack und Release sorgt.

Verarbeitungsqualität

Beim alpha compressor dreht sich alles um Details.

Jeder einzelne seiner vielen Aspekte – Klang, Features, Schaltungen, Komponenten, Design, Materialien, Fertigung – wurde immer wieder überarbeitet, bis es einfach kaum noch etwas zu verbessern gab. Im Grunde genommen ist jedes einzelne Teil dieses feinen Kompressors eine Einzelanfertigung, und die meisten davon werden nach unseren eigenen Entwürfen und Spezifikationen hergestellt.

Nur die besten Komponenten, die der Markt zu bieten hat, sind gut genug für den alpha, und das zeigt sich. Jeder alpha compressor wird im Kundenauftrag von Hand gefertigt und von uns selbst getestet, hier in unserer Zentrale in Deutschland.

Die Vorteile des alpha summieren sich in einer Audioqualität, die über jeden Zweifel erhaben ist. Selbst bei extremen Einstellungen bleibt der Klang immer sauber und druckvoll. Der alpha erzielt perfekte Bearbeitungsergebnisse für die unterschiedlichsten Musikstile und sorgt für das “ das ist es“-Gefühl eines fertigen Songs. Seine erweiterten Funktionen gehen weit über das Potential normaler Kompressoren hinaus und bieten ungeahnte Möglichkeiten für Mastering und Mixing.

Echte Mastering-Features

Die Schaltungstechnik wurde komplett neu entwickelt, um eine Offenheit des Signals zu gewährleisten, welche mit bisherigen Geräten kaum erreichbar ist. Die komplette Signalverarbeitung ist mit einzelnen Transistoren in ständigem Class-A Betrieb aufgebaut, und selbst Sidechain und Netzteil bestehen aus diskret ausgeführten Schaltungen. Sämtliche Bauteile sind von höchster Güte und speziell nach klanglichen Kriterien ausgesucht worden.

Integrierte M/S Matrix

Die M/S-Technik ist hauptsächlich als Variante der Stereo-Mikrofonie bekannt. Dazu wird ein Mikrofon mit Nieren-Charakteristik für das Mittensignal (M) benutzt und ein weiteres mit Achter-Charakteristik um 90° über dem ersten Mikrofon versetzt, um die Seitensignale (S) aufzuzeichnen. Der Hauptvorteil dieser Technik ist die Mono-Kompatibilität. Daher setzt auch der UKW-Rundfunk M/S-Technik zur Verbreitung von Stereo-Signalen ein.

Um ein M/S-Signal zu erzeugen, werden aus der Stereo-Summe links und rechts zur Bildung des Mittenkanals addiert und zur Erzeugung des Seitensignals rechts von links subtrahiert:
M = L+R
S = L-R

Um aus einem M/S-Signal wieder L/R zu generieren, addiert man M+S für links und subtrahiert M-S für rechts:
L = M+S
R = M-S

Mit der Integration eines M/S-Coders und -Decoders in einen Kompressor ergibt sich eine Vielzahl neuer Möglichkeiten, die mit klassischen gelinkten Stereo-Kompressoren kaum machbar sind. Einer der Hauptvorteile ist natürlich die unabhängige Bearbeitung von Mitten- und Seiten-Signal. Dadurch ist es möglich, das Stereo-Spektrum zu erhalten und trotzdem den räumlichen Mittenbereich kompakter zu machen.

Natürlich können auf diese Weise auch die Seitensignale mehr Präsenz in einem fertigen Mix erhalten. Auch die Stereobreite kann schnell und effektiv beeinflusst werden, und es lassen sich gezielt Bereiche eine Mixes komprimieren, auf die man im Stereo-Mix gar nicht so spezifisch zugreifen könnte.

Feed Forward und Feedback

Mit dieser Funktion lässt sich der Abgriff für den Sidechain wahlweise hinter (Feedback) oder vor (Feed Forward) die eigentliche Kompressor-Sektion schalten. Dies hat einen entscheidenden Einfluss auf den Charakter des Kompressors. Während die Bearbeitung im Feedback-Modus sehr ruhig und gleichmäßig verläuft, bewirkt das Umschalten nach Feed Forward eine deutlich extremere und härtere Kompression.

Technisch gesehen werden durch diese Funktion hauptsächlich die Ratio-Kennlinien beeinflusst. Im Feedback-Modus gehen diese bis zu einem moderaten Verhältnis von 1:2,5. Im Feed Forward-Modus hingegen stehen weitaus höhere Werte zur Verfügung, die auch Limiter-Einstellungen und sogar negative Ratios möglich machen (d.h. laute Signale werden noch mal deutlich leiser). In diesem Fall können auch sehr kleine Dynamik-Änderungen ein hohes Maß an Gain Reduction auslösen.

Auch die Werte des Attack-Reglers erfahren im Feed Forward-Modus eine deutliche Veränderung: Sie liegen dann ziemlich genau um den Faktor 2 höher als die auf der Skala angezeigten Werte.

Auto Fast

Attack und Release sind enorm wichtige Parameter für das Regelverhalten eines Kompressors. Daher ist die Wahl der richtigen Zeiteinstellung von immenser Bedeutung, was jedoch je nach dynamischem Verlauf des zu bearbeitenden Materials – seien es Einzelsignale oder fertige Mischungen – eine schwierige Aufgabe sein kann.

Wählt man eine sehr schnelle Attack-Einstellung, kann der Kompressor die kurzen Spitzen zwar erfolgreich abfangen, allerdings wird auch der ausklingende Ton von dieser Einstellung beeinflusst und produziert eventuell hörbare Verzerrungen. Längere Zeiten hingegen reduzieren die Verzerrungen zwar deutlich, allerdings ist der Kompressor jetzt zu träge, um auf schnelle Impulse reagieren zu können.

Hier greift nun die für Attack und Release separat zuschaltbare Auto Fast-Funktion ein. Wählt man beispielsweise eine Attack-Zeit von 80 ms und schaltet Auto Fast hinzu, so wird die Attack-Zeit bei einem schnellen und lauten Signalimpuls automatisch verkürzt. Der Kompressor regelt schnell zurück und verhindert ein Durchschlüpfen des Signals.

Direkt nach diesem Vorgang geht die Attack-Zeit auf ihren eingestellten Wert zurück. Damit wird der Kompressor immer nur dann schnell, wenn es wirklich notwendig ist. Aus diesem Grund setzt die Schaltung auch nur bei kurzen und lauten Impulsen ein; für den Rest der Zeit bleibt der mit dem Regler eingestellte Wert gültig.

Bei der Release-Zeit verhält es sich sehr ähnlich. Auch hier sind auf der Suche nach der richtigen Regelzeit häufig Kompromisse gefragt. Bei zu schnellen Zeitkonstanten wird die Gefahr von Verzerrungen erhöht, zu langsame Einstellungen reduzieren den Druck und die Lautheit. Im Auto Fast-Modus wird der ‚richtige‘ Wert vom Kompressor automatisch angepasst.

Audio Filter

Dieses Filter eignet sich besonders für nuancierte Veränderungen des tonalen Gesamtcharakters. Mit nur zwei Reglern erzielt es schnell überzeugende Ergebnisse und ist äußerst vielseitig anwendbar. Wo ein klassisches Shelving-Filter mit fester Einsatzfrequenz zu unflexibel und eine vollparametrische Stufe wiederum zu viel des Guten gewesen wäre, ist das Niveau Filter eine ebenso effiziente wie elegante Lösung.

Seine wesentliche Aufgabe besteht in der Veränderung des Verhältnisses zwischen hohen und tiefen Frequenzen. Die Funktionsweise gleicht der einer Waage: Um eine einstellbare Centerfrequenz herum werden je nach Gain-Einstellung die hohen Frequenzen um bis zu +3 dB verstärkt und die tiefen Anteile gleichzeitig um bis zu -5 dB abgesenkt. Wird der Gain-Regler in die andere Richtung gedreht, verhält es sich genau umgekehrt.

Das verwendete Filter ist ein Allpass mit konstantem Frequenzgang, bei dem sich allerdings je nach Einstellung des Frequenz-Reglers die Phase dreht. Wird das durch den Allpass geschickte Signal nun dem Originalsignal beigemischt, so entsteht bei in Phase liegenden Frequenzen eine Verstärkung und bei Signalen mit Phasendrehung eine Auslöschung.

Auf diese Weise kommt der spezielle Frequenzgang des Filters zustande. Durch die Zumischung bleiben Struktur und Impulsverhalten des Originalsignals weitgehend erhalten. Keiner der Verstärker wird in seinem Frequenzgang beschnitten, wodurch ein offenes und dynamisches Klangbild erhalten bleibt. Durch die gleichzeitige Absenkung und Anhebung der gewählten Frequenzbereiche lässt sich der Charakter eines Tracks (‚heller‘ vs. ‚dunkler‘) wesentlich leichter beeinflussen als mit anderen Equalizern.

Sidechain Filter

Mit dem Sidechain-Filter lässt sich die Kompression frequenzabhängig gestalten, indem ausgewählten Frequenzbereichen ein verstärkter oder abgeschwächter Einfluss auf das Regelverhalten zugewiesen wird.

Wird der SC Gain-Regler auf HP (High Pass) gestellt, wirkt das Filter wie ein 6 dB Hochpass, und der Kompressor reagiert weniger stark auf den Bass. In der Stellung LP (Low Pass) wirkt das Filter wie ein 6 dB Tiefpass und der Kompressor reagiert primär auf tiefe Frequenzen.

Das Zusammenspiel von Sidechain-Filter, M/S-Matrix und gewählter Attack-Zeit versetzt den Anwender in die Lage, sehr gezielte Eingriffe vorzunehmen und je nach Ausgangsmaterial sogar einzelne Instrumente oder Stimmen im fertigen Mix zu bearbeiten.

Parallel Kompression

Paralleles Komprimieren (auch als ‚New York Compression‘ bekannt) ist eine Technik, bei der ein unbearbeitetes Signal mit einem identischen, aber stark komprimierten Signal gemischt wird. Die Idee hinter diesem Prinzip ist die Stabilisierung der Dynamik bei gleichzeitiger Erhaltung der ursprünglichen Signalstruktur.

Der Mix-Regler des alpha compressors bietet die Möglichkeit, zwischen dem unbearbeiteten sowie dem komprimierten und gefilterten Signal zu überblenden. Damit ist paralleles Komprimieren direkt im Gerät anwendbar, wodurch die sonst benötigten zusätzlichen Routings zugunsten eines besseren Bedienkomforts komplett entfallen.

Durch diese Funktion ist es möglich, auch sehr extreme Kompressions-Einstellungen vorzunehmen und trotzdem nicht gleich alles ‚an die Wand zu fahren‘. Durch die Beimischung des komprimierten Signals zum Original bleibt die ursprüngliche dynamische Struktur zum größten Teil erhalten.

Signal Matrix

Die Besonderheit dieser Signal-Matrix ist die verwendete Schalterlogik. Ist nur der Compressed-Schalter gedrückt, wird das komprimierte Signal solo geschaltet. Ist hingegen nur der Direct-Schalter gedrückt, hört man ausschließlich das unbearbeitete Signal, welches vor dem Kompressor abgegriffen wird. Erst wenn beide Schalter gedrückt sind, wird der Mix-Regler aktiv. Sind beide Schalter nicht gedrückt, so ist in diesem Kanal nichts zu hören.

In der Praxis kann nun sehr schnell zwischen dem unbearbeiteten, dem komprimierten und dem gemischten Signal eines Kanals hin und her geschaltet werden, ohne die Position des Mix-Reglers verändern zu müssen.

Darüber hinaus können auf diese Weise auch der linke und der rechte Kanal (Stereo-Modus) oder der Mitten- und der Seitenkanal (M/S-Modus) separat vorgehört werden – wiederum original, komprimiert oder gemixt. Die Direct- und Compressed-Schalter für den jeweils anderen Kanal werden dabei einfach deaktiviert.

Soft Clip Limiter

Eines der größten Probleme der digitalen Audiotechnik ist das richtige Aussteuern von AD-Wandlern, denn über den maximalen Pegel von 0 dBFS hinaus ist keine Aussteuerungs-Reserve vorhanden, die kurze Pegelsprünge auffangen könnte. Sobald ein Signal digital übersteuert ist, wird es unwiderruflich beschädigt, weil der ursprüngliche Signalverlauf später kaum noch rekonstruiert werden kann.

Je nach Signalart erzeugen diese Übersteuerungen deutlich hörbare Verzerrungen, weil das Signal einfach abknickt und nicht dem eigentlichen Verlauf folgen kann. Außerdem entstehen eine Menge neuer Obertöne, die nicht immer im gewünschten musikalischen Kontext stehen.

Der Soft Clip-Limiter ist exakt auf diese Problematik zugeschnitten und darauf spezialisiert, kurze und transientenartige Signale sicher abzufangen. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um einen klassischen ‚Brickwall‘-Begrenzer, der ab einem eingestellten Grenzwert überhaupt nichts mehr durchlässt.

Das technische Prinzip ähnelt vielmehr dem einer Bandmaschine, die laute Impulse in die Sättigung fährt und sich damit wie ein ’natürlicher‘ Limiter verhält. Der mit diskreten Transistoren aufgebaute Soft Clip-Limiter zeigt eine sehr ähnliche Sättigungs-Kennlinie: Die Pegelspitzen werden verrundet, aber nicht abgeschnitten. Dieses Verhalten macht ihn besonders bei Anwendungen mit schwankenden Spitzenwerten zu einem effektiven Hilfsmittel.

Schaltbare Übertrager

In jeden der beiden Kanäle kann hinter die Mix-Stufe ein zusätzlicher Übertrager geschaltet werden. Vom Prinzip her handelt es sich um klassische Ausgangstransformatoren, die hier jedoch nicht zum Zweck der Symmetrierung und galvanischen Trennung, sondern als zusätzliches Mittel zur Klanggestaltung eingesetzt werden.

Wer etwas ‚Eisen‘ in seinem Sound liebt, kann dieses durch Drücken der Transformer-Schalter einfach hinzufügen. Dem Mastering-Ansatz des alpha compressors entsprechend, handelt es sich hierbei aber mehr um eine subtile Möglichkeit zur Klangfärbung als um einen krassen Soundeffekt.

Im Stereo-Modus sollten die Schalter für beide Kanäle stets zusammen aktiviert oder deaktiviert werden. Im M/S-Modus hingegen kann je nach Ausgangsmaterial und Geschmack durchaus auch nur einer der beiden Kanäle mit dem Trafo-Sound versehen werden.

Analog-dynamische LED-Anzeige

Die Gain Reduction-Anzeige stellt ein wichtiges Visualisierungswerkzeug für den Anwender dar, um den Regelverlauf eines Kompressors unterstützend zu bewerten. In vielen Geräten findet man dazu mal mehr, mal weniger präzise VU-Meter. Wirklich brauchbar sind solche Anzeigen aufgrund der Trägheit des Zeigers nur bei moderaten Zeit-Einstellungen.

Eine andere populäre Anzeigeform sind LED-Ketten. Leider haben auch diese einen Nachteil: Durch die Standard-Treiber erfolgt der Wechsel zwischen den Anzeigewerten abrupt. Eine einzelne LED zeigt damit immer einen ungenauen Wert innerhalb eines festgelegten Bereichs an. Zwischenwerte werden durch hektisches Flackern höchstens angedeutet.

Für eine optimale Darstellung kommt im alpha compressor eine analog-dynamische Anzeige zum Einsatz, welche die Vorteile von VU-Metern und LED-Ketten in sich vereint. Dieses Meter arbeitet mit LEDs, die aber durch eine spezielle Beschaltung auch Zwischenwerte durch Helligkeits-Veränderungen darstellen können.

Damit wird das Verhalten des Kompressors analog dargestellt: sehr schnell und mit fließenden Übergängen. Dem Anwender wird ein wichtiges Werkzeug zur präzisen Überwachung der Regelvorgänge zur Verfügung gestellt – endlich entsteht ein stimmiges Verhältnis zwischen akustischer und visueller Wahrnehmung der Regelvorgänge.

Passive Current Attenuator

Ein wesentlicher Teil der Entwicklung eines Kompressors ist das Regel-Element, welches das NF-Signal spannungsgesteuert absenken kann. Hierdurch unterscheiden sich auch die wesentlichen technologischen Konzepte.

Beim alpha compressor kommt elysias diskret aufgebauter, temperaturkompensierter Passive Current Attenuator (PCA) zum Einsatz. Diese Schaltung wandelt das zugeführte Eingangssignal in einen Strom um und kann diesen anschließend spannungsgesteuert reduzieren. Die Ansteuerung ist ähnlich wie bei einem VCA und hat daher eine berechenbare Kennlinie. Der Kern besteht aus sechzehn diskreten Transistoren, die über ein eigenes Heizsystem auf eine definierte Temperatur gebracht werden, um Temperaturschwankungen auszuschließen.

Im Gegensatz zu industriellen ICs arbeitet der PCA rein passiv, er hat keine internen Verstärker und erzeugt daher ausschließlich Signalabschwächungen. Erst eine nachgeschaltete Verstärkerstufe wandelt den Strom wieder in eine Spannung um, und das Make-Up Gain wird mit einer zusätzlichen Stufe hinzugefügt. Die Ansteuerkennlinie wurde für die Anwendung im Mastering optimiert, so dass beim Einsetzen der Regelvorgänge die Änderungen sehr gefühlvoll stattfinden. Sind heftigere Ergebnisse gefragt, sollte der alternative Feed Forward-Modus ausprobiert werden.

Weitere Vorzüge des PCAs sind seine enorme Bandbreite und die extrem schnellen Regel-Geschwindigkeiten. In wenigen Mikro-Sekunden sind auch große Pegel-Änderungen vollzogen – eine wichtige Voraussetzung für einen schnellen und flexiblen Kompressor. Maßgeblich am klanglichen Gesamtcharakter beteiligt, erzeugt das PCA ein gesundes Maß an K2 und K3, wodurch die Musik mit natürlichen Obertönen bereichert wird. Das Klangbild wird größer, voller und verleiht insbesondere digital gemischten Produktionen das gewisse Extra.

T16 Heater

Einige empfindliche Schaltungsteile sind stark von der sie umgebenden Temperatur abhängig. Das liegt an den einzeln stehenden Transistoren, die bei speziellen Beschaltungen sehr empfindlich auf eventuelle Temperaturschwankungen reagieren, welche je nach Einbauort und Laufzeit des Kompressors durchaus vorkommen können.

Mit dem T16 Heater setzt elysia auf ein System, das für konstante Bedingungen sorgt und das delta (°C) im alpha (compressor) auf ein Minimum reduziert. Inspiriert durch hochpräzise elektronische Messgeräte, werden bis zu 16 diskrete Transistoren in einem massiven Kupferring auf eine definierte Temperatur gebracht.

Eine umschließende Keramikhaube als Isolierung verhindert das Abkühlen des Kupferrings und gleichzeitig eine übermäßige Wärmeabstrahlung auf die restliche Elektronik. Ist das System einmal aufgeheizt, ist nur noch wenig Strom nötig, um die Temperatur konstant zu halten.

Die elektronische Regelung sorgt dafür, dass die mögliche Abweichung nur wenige Grad beträgt. Wie bei hochwertigen Röhren-Geräten erfolgreich praktiziert, sollte auch dem alpha compressor eine angemessene Aufwärmphase zugestanden werden, um ihn ausschließlich in Bestform zu erleben.

Gerasterte und gematchte Potentiometer

Im alpha compressor kommen für alle Parameter gerasterte Leitplastik-Potentiometer zum Einsatz. Durch die 21 Rasterstufen ist der Recall einmal gemachter Einstellungen denkbar einfach, was nicht nur im Mastering ein großer Vorteil sein kann.

Um die Abweichungen so gering wie möglich zu halten, werden alle Potentiometer vor dem Einbau durchgemessen und anschließend mit einer eigens von uns dafür geschriebenen Software zu Paaren zusammengestellt. So wird gewährleistet, dass sich linker und rechter Kanal wirklich gleich verhalten.

VOVOX Klangleiter

Um bei einem so hochwertigen Gerät wie dem alpha compressor das absolute Maximum an Klangqualität herauszuholen, ist auch eine perfekte Innenverkabelung unumgänglich. Wird hier das falsche Material eingesetzt, führt es unweigerlich zu hörbaren Verlusten. Nach diversen Versuchen wurden die VOVOX Klangleiter getestet und sofort für gut befunden. Der Unterschied ist deutlich hörbar und stellt eine klare Verbesserung dar, weshalb ab Mai 2007 alle alpha compressoren serienmäßig mit diesem Kabel ausgestattet werden.

VOVOX Klangleiter übertragen das gesamte Frequenzspektrum mit geringsten Verlusten. Der Klang wird dadurch sehr brillant und präsent. Gleichzeitig gewinnen Bässe an Tiefe und Klarheit. Durch ihr spezielles Design sind diese Kabel in der Lage, Pegelspitzen und harte Attacks ungemein direkt zu übertragen. Die Musik gewinnt an Frische, Dynamik und Druck.

Sowohl bei der Aufnahme wie auch bei der Wiedergabe ermöglichen VOVOX Klangleiter eine Verbesserung der räumlichen Abbildung. Selbst komplexe Klangkörper bleiben transparent und sauber konturiert. Häufig wird auch eine deutliche Verbreiterung der Stereobasis festgestellt. Als Summe verschiedener Effekte lässt sich auch ein Einfluss auf die „Ausstrahlung“ der Musik feststellen: Die Klarheit und Direktheit der Tonsignale verleihen der Musik eine Aura der Ruhe, Solidität und Souveränität.

100% diskrete Class-A Technologie

Um die Vorteile diskreter Schaltungen zu verstehen, bietet sich ein auf den ersten Blick etwas merkwürdiger Vergleich an: Audiotechnik vs. Kochen! Wer beim Kochen ausschließlich auf Fertiggerichte setzt, muss sich mit dem zufrieden geben, was aus der Packung kommt. Ein kreativer Koch setzt jedoch auf eigene Rezepte und ausgesuchte Zutaten.

Integrierte Schaltungen (ICs) verhalten sich in dieser Hinsicht wie Tütensuppen: Sie sind billig, massenkompatibel und haben einfach keinen Platz in der Haute Cuisine. Wer ein analoges Audiogerät zu 100% nach eigenen Ansprüchen und Ideen ohne Kompromisse bei der Qualität entwickeln möchte, kommt um ein diskretes Design nicht herum.

Im alpha compressor wurde diese Philosophie konsequent umgesetzt, denn nicht nur sämtliche Audiopfade, sondern auch Netzteil, Sidechain und selbst der Treiber für die LED-Anzeige wurden individuell für dieses Gerät entwickelt und vollständig mit diskreten Bauteilen aufgebaut. Ein völlig eigenständiges Rezept!

Darüber hinaus läuft unser Mastering-Kompressor im permanenten Class-A Modus. Dabei sind alle Endtransistoren immer im leitenden Zustand, wodurch Übernahmeverzerrungen erst gar nicht entstehen können und eine klanglich hervorragende Basis geschaffen wird: Der Grundsound ist immer weit, offen und transparent.

Technische Daten

Frequenzumfang
<10 Hz - 200 kHz (-0,5 dB)THD+N @ +15 dBu, 20 Hz – 22 kHz
Stereo-Modus (Direct): 0,0039 %
Stereo-Modus (Compressed): 0,009 %
M/S-Modus (Direct): 0,014 %
M/S-Modus (Compressed): 0,034 %

Rauschen, 20 Hz – 20 kHz (A-bewertet)
Stereo-Modus (Direct): -95,8 dBu
Stereo-Modus (Compressed): -89,3 dBu
M/S-Modus (Direct): -95,6 dBu
M/S-Modus (Compressed): -92,3 dBu

Dynamikumfang, 20 Hz – 22 kHz
Stereo-Modus: 122 dB
M/S-Modus: 118 dB

Maximaler Eingangspegel
Stereo-Modus: +28 dBu
M/S-Modus: +23 dBu

Maximaler Ausgangspegel
Stereo-Modus: +27 dBu
M/S-Modus: +28 dBu

Impedanz
Eingang: 10 kOhm
Ausgang: 68 Ohm

Abmessungen (B x H x T)
483 mm x 133 mm x 405 mm
19″ x 5.3″ x 16″

Gewicht
16 kg / 35 lb

Inspiriertes Design

„Der alpha compressor das erste Gerät meiner Wahl, wann immer ich Kompression für meine Mastering-Projekte einsetze. Er ist mit Abstand das mächtigste und hochwertigste Dynamik-Werkzeug, welches jemals hergestellt wurde.

Sowohl die innere Konstruktion als auch das Layout sind brillant, das Gehäuse ist dick wie ein Tresor, und die erhabene Frontplatte macht im täglichen Betrieb sehr viel Sinn. Ein inspiriertes Design bester deutscher Ingenieurskunst? Auf jeden Fall!“

Brian Lucey | Magic Garden Mastering | Los Angeles

alpha compressor in the desk

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