100% diskrete Class-A Technologie
Als echte elysia-Spezialität ist der mpressor vollständig diskret aufgebaut und verwendet keine integrierten Schaltungen.

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Um die Vorteile diskreter Schaltungen zu verstehen, bietet sich ein auf den ersten Blick etwas merkwürdiger Vergleich an: Audiotechnik vs. Kochen! Wer beim Kochen ausschließlich auf Fertiggerichte setzt, muss sich mit dem zufrieden geben, was aus der Packung kommt. Ein kreativer Koch setzt jedoch auf eigene Rezepte und ausgesuchte Zutaten.

Integrierte Schaltungen (ICs) verhalten sich in dieser Hinsicht wie Tütensuppen: Sie sind billig, massenkompatibel und haben einfach keinen Platz in der Haute Cuisine. Wer ein analoges Audiogerät zu 100% nach eigenen Ansprüchen und Ideen ohne Kompromisse bei der Qualität entwickeln möchte, kommt um ein diskretes Design nicht herum.

Im mpressor wurde diese Philosophie konsequent umgesetzt, denn nicht nur sämtliche Audiopfade, sondern auch Netzteil, Sidechain und selbst der Treiber für die LED-Anzeige wurden individuell für dieses Gerät entwickelt und vollständig mit diskreten Bauteilen aufgebaut. Ein völlig eigenständiges Rezept!

Darüber hinaus läuft unser Kreativ-Kompressor im permanenten Class-A Modus. Dabei sind alle Endtransistoren immer im leitenden Zustand, wodurch Übernahmeverzerrungen erst gar nicht entstehen können und eine klanglich hervorragende Basis geschaffen wird: Der Grundsound ist immer weit, offen und druckvoll.

Auto Fast
Durch den großen Bruder inspiriert: die zuschaltbare Halbautomatik für ein perfektes Attack auf der Basis des eingestellten Wertes.

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Die Attack-Zeitkonstante ist ein enorm wichtiger Parameter für das Regelverhalten eines Kompressors. Daher ist die Wahl der richtigen Zeiteinstellung von immenser Bedeutung, was jedoch je nach dynamischem Verlauf des zu bearbeitenden Materials – seien es Einzelsignale oder fertige Mischungen – eine schwierige Aufgabe sein kann.

Wählt man eine sehr schnelle Einstellung, kann der Kompressor die kurzen Spitzen zwar erfolgreich abfangen, allerdings wird auch der ausklingende Ton von dieser Einstellung beeinflusst und produziert eventuell hörbare Verzerrungen. Längere Attack-Zeiten hingegen reduzieren die Verzerrungen zwar deutlich, allerdings ist der Kompressor jetzt zu träge, um auf schnelle Impulse reagieren zu können.

Hier greift nun die Auto Fast-Funktion ein. Wählt man beispielsweise eine Attack-Zeit von 80 ms und schaltet Auto Fast hinzu, so wird die Attack-Zeit bei einem schnellen und lauten Signalimpuls automatisch verkürzt. Der Kompressor regelt schnell zurück und verhindert ein Durchschlüpfen des Signals.

Direkt nach diesem Vorgang geht die Attack-Zeit auf ihren eingestellten Wert zurück. Damit wird der Kompressor immer nur dann schnell, wenn es wirklich notwendig ist. Aus diesem Grund setzt die Schaltung auch nur bei kurzen und lauten Impulsen ein; für den Rest der Zeit bleibt der mit dem Regler eingestellte Wert gültig.

Anti Log
Diese alternative Charakteristik der Release-Kurve nimmt anstelle des linearen einen antilogarithmischen Verlauf und klingt damit deutlich auffälliger.

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Bei einem Kompressor sind die Zeitkonstanten und insbesondere die Release-Zeit dafür verantwortlich, wie auffällig oder unauffällig der Regelvorgang zu hören ist. Beim Mastering ist zum Beispiel ein eher dezentes Verhalten gefragt, daher sind dort die Release-Kurven häufig logarithmisch oder linear.

Bei einem solchen logarithmischen Release werden die Zeiten umso kürzer, je höher die Reduktion des Pegels ist. Das hat den Vorteil, dass kurze, laute Spitzen (wie z.B. bei Drums) eine schnelle Release-Zeit haben, und das restliche Programm-Material langsamer bearbeitet wird.

Wenn es jedoch um gewollt auffällige und kreative Kompression geht, die auch neue Sounds ermöglichen soll, macht es durchaus Sinn, das Ganze kurzerhand auf den Kopf zu stellen. Im Anti Log-Modus des mpressors verläuft die Kurve also genau umgekehrt: Wenn nach einer Überschreitung des Threshold die Kompression einsetzt, so ist die Release-Zeit erst einmal länger. Wenn dann das Eingangssignal deutlich zurückgeht, wird auch die Release-Zeit wieder schneller.

Eine spezielle Schaltung sorgt dafür, dass dieser Effekt unabhängig von der absoluten Gain Reduction passiert. Ob der Kompressor nun 10, 15 oder 20 dB wegzieht, die Kurve bleibt am Anfang immer gleich und wird nur zum Ende hin schneller. Somit lassen sich auf Knopfdruck viele ungewöhnliche Kompressions-Effekte erzeugen.

Negative Ratios
Die Kennlinie knickt ab und kehrt wieder nach unten zurück! Heftiges Pumpen, Rückwärts-Sounds usw. – perfekt für abgefahrene Kompressionseffekte.

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Negative Ratios – was genau ist das? Um diese Funktion richtig zu verstehen, sollte man sich zunächst noch einmal vergegenwärtigen, was der Ratio-Wert bei einem ‚normalen’ Kompressor bewirkt:

• 1:1 Das Signal bleibt linear; es findet keine Kompression statt.
• 1:2 Ab dem eingestellten Threshold wird ein Anstieg des Eingangssignals um 2 dB auf einen Anstieg des Ausgangssignals um 1 dB komprimiert.
• 1:∞ Ab dem eingestellten Threshold wird das Ausgangssignal unabhängig vom Eingangssignal konstant auf dem Threshold-Level gehalten (Limiter).

Bei einer negativen Ratio (z.B. -3:1) knickt die Kennlinie vom Threshold an ab und kehrt wieder nach unten zurück. Je lauter bei einer solchen Einstellung das Eingangssignal wird, desto leiser wird das Ausgangssignal – perfekt für abgefahrene Kompressionseffekte. Um die teilweise extreme ‚Zerstörung’ in den Griff zu bekommen, bietet sich der Einsatz des Gain Reduction Limiters an.

Jenseits der Unendlichkeit – der mpressor macht es möglich ;-)

Audio-Filter
Wie der alpha compressor verfügt auch der mpressor über ein Niveau-Filter, das hier jedoch noch deutlichere Klangformungen zulässt.

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Dieses Filter eignet sich besonders für nuancierte Veränderungen des tonalen Gesamtcharakters. Mit nur zwei Reglern erzielt es schnell überzeugende Ergebnisse und ist äußerst vielseitig anwendbar. Wo ein klassisches Shelving-Filter mit fester Einsatzfrequenz zu unflexibel und eine vollparametrische Stufe wiederum zu viel des Guten gewesen wäre, ist das Niveau-Filter genau das richtige Werkzeug.

Seine Aufgabe besteht in der Veränderung des Verhältnisses zwischen hohen und tiefen Frequenzen. Die Funktionsweise gleicht der einer Waage: Um eine einstellbare Mittenfrequenz herum werden je nach EQ Gain-Einstellung die hohen Frequenzen verstärkt und die tiefen Anteile gleichzeitig abgesenkt (oder umgekehrt).

Durch die gleichzeitige Absenkung und Anhebung der gewählten Frequenzbereiche lässt sich der Charakter eines Signals (‚heller‘ vs. ‚dunkler‘) wesentlich leichter beeinflussen als mit anderen Equalizern. Die Mittenfrequenz lässt mit dem entsprechenden Regler stufenlos zwischen 26 Hz und 2,2 kHz bzw. durch Drücken des x10-Schalters zwischen 260 Hz und 22 kHz verschieben.

In den extremen Einstellungen des EQ Gain-Reglers verändert sich die Charakteristik des Filters: Im Linksanschlag entsteht ein Tiefpass-Filter, im Rechtsanschlag ein Hochpass-Filter. Dabei wird der Pegel zum Teil recht stark reduziert, was jedoch problemlos mit dem Gain-Regler wieder aufgeholt werden kann.

Externer Sidechain
Die Kompression soll frequenzabhängig oder groovebetont gestaltet werden? Mit den schaltbaren Sidechain-Eingängen ist so gut wie alles möglich!

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Der externe Sidechain ermöglicht ein vom zu bearbeitenden Audiomaterial völlig unabhängiges Kompressionsverhalten. Ist der SC Extern-Schalter aktiv, wird die Kompression nicht mehr von den an den Audio-Eingängen anliegenden Signalen, sondern von den in die zusätzlichen Sidechain-Buchsen eingespeisten Signalen gesteuert.

Wird z.B. ein Duplikat des Eingangssignals mit einem Equalizer bearbeitet und dann in den Sidechain-Eingang eingespeist, lässt sich die Kompression frequenzabhängig gestalten. Oder man schickt die Bass Drum eines Drumcomputers in den Sidechain-Eingang und lässt die Kompression groovebetont im Takt der Musik pumpen.

Die kreativen Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt. Die Kompression kann mit oder gegen den Takt laufen, was natürlich im laufenden Betrieb verändert werden kann. Einzelnen Instrumenten wird passend zum Rhythmus mehr Platz im Mix verschafft. Statische Sounds klingen auf einmal lebendig und richtig interessant!

Damit die tiefen Frequenzen keinen übermäßig starken Einfluss auf die Kompression haben und der Effekt möglichst ausgeglichen bleibt, sind die Sidechain-Eingänge mit einem Hochpass-Filter versehen, das eine Eckfrequenz von 80 Hz und eine Flankensteilheit von 6 dB pro Oktave aufweist.

Gain Reduction Limiter
Dieser neuartige Limiter liegt nicht etwa wie üblich im Audiopfad, sondern begrenzt die Steuerspannung des Kompressors.

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Eine Spezialität des mpressors ist der Gain Reduction Limiter für die Begrenzung der Steuerspannung (Control Voltage). Dieser Limiter liegt nicht etwa – wie sonst üblich – im Audiopfad, sondern im Regelweg des Kompressors, wo er im aktiven Zustand die Steuerspannung auf den eingestellten Wert limitiert. Das bedeutet: Egal, wie hoch der Pegel des Eingangssignals ist – ab der mit dem GR Limit-Regler eingestellten Schwelle findet keine stärkere Kompression mehr statt.

Als Vergleich stelle man sich einen Fader am Mischpult vor, wo man per Hand ‚Kompressor spielt’: Würde man nun den Fader bei z.B. -10 dB durch einen Klebestreifen limitieren, könnte er das Signal nur bis zu diesem Wert reduzieren. Fiele der Eingangspegel wieder unter die Schwelle, würde auch der Fader wieder zurückgezogen.

Würde jedoch das Eingangssignal über die eingestellte Schwelle hinaus noch einmal lauter werden, könnte der Fader nicht weiter als -10 dB heruntergezogen werden. Ab diesem Anschlag würde dann auch das Ausgangssignal in Abhängigkeit vom Eingangssignal wieder lauter werden.

Durch diesen Limiter können also laute Stellen ihre Dynamik beibehalten, weil sie über den eingestellten Wert hinaus nicht weiter komprimiert werden. Auch Effekte wie Ducking oder Upward Compression sind hiermit möglich, indem nur die leisen Signale lauter gemacht werden, ohne die eigentliche Dynamik zu verändern.

Analog-dynamische LED-Anzeige
Durch in der Helligkeit modulierte LEDs wird das Verhalten des Kompressors analog dargestellt: sehr schnell und mit fließenden Übergängen.

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Die Gain Reduction-Anzeige stellt ein wichtiges Visualisierungswerkzeug für den Anwender dar, um den Regelverlauf eines Kompressors unterstützend zu bewerten. In vielen Geräten findet man dazu mal mehr, mal weniger präzise VU-Meter. Wirklich brauchbar sind solche Anzeigen aufgrund der Trägheit des Zeigers nur bei moderaten Zeit-Einstellungen.

Eine andere populäre Anzeigeform sind LED-Ketten. Leider haben auch diese einen Nachteil: Durch die Standard-Treiber erfolgt der Wechsel zwischen den Anzeigewerten abrupt. Eine einzelne LED zeigt damit immer einen ungenauen Wert innerhalb eines festgelegten Bereichs an. Zwischenwerte werden durch hektisches Flackern höchstens angedeutet.

Für eine optimale Darstellung kommt im mpressor eine analog-dynamische Anzeige zum Einsatz, welche die Vorteile von VU-Metern und LED-Ketten in sich vereint. Dieses Meter arbeitet mit LEDs, die aber durch eine spezielle Beschaltung auch Zwischenwerte durch Helligkeits-Veränderungen darstellen können.

Damit wird das Verhalten des Kompressors analog dargestellt: sehr schnell und mit fließenden Übergängen. Dem Anwender wird ein wichtiges Werkzeug zur präzisen Überwachung der Regelvorgänge zur Verfügung gestellt – endlich entsteht ein stimmiges Verhältnis zwischen akustischer und visueller Wahrnehmung der Regelvorgänge.

Transconductance Amplifier
Die spezielle Gainreduction-Schaltung des mpressors überzeugt durch ein geringes Grundrauschen, extrem schnelle Regelzeiten und jede Menge Punch.

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Ein wesentlicher Teil der Entwicklung eines Kompressors ist das Regel-Element, welches das NF-Signal spannungsgesteuert absenken kann. Hierdurch unterscheiden sich auch die wesentlichen technologischen Konzepte.

Beim mpressor kommt elysias diskret aufgebauter, temperaturkompensierter Transconductance Amplifier (TCA) zum Einsatz. Kern dieser Schaltung ist ein Differenz-Transistorpaar, bei dem eine modulierte Stromquelle die Verstärkung bestimmt. Zusätzlich wurden einige weitere Transistoren eingebunden, um das Rauschen weiter zu minimieren und die Einflüsse der Steuerspannung zu reduzieren.

Auch hier konnte der Vorteil diskreter Schaltungen wieder voll ausgespielt werden, um den Klang des Geräts über das Schaltungskonzept und die verwendeten Bauteile zu bestimmen. Ein weiterer Vorteil der TCA-Topologie ist das sehr schnelle Ansprechverhalten auf die Steuerspannung. Somit lässt sich ein Kompressor aufbauen, der auch extrem schnelle Änderungen und Zeitkonstanten ermöglicht.

Weiterhin bemerkenswert ist die Tatsache, dass das Make Up Gain hier als Eingangsverstärkung ausgelegt wurde, die parallel zum Sidechain verläuft und somit keine Auswirkungen auf das Regelverhalten hat. Der wesentliche Vorteil dieser Anordnung ist, dass das Grundrauschen des Geräts unabhängig von der Verstärkung immer gleich bleibt.

T12 Heater
Durch dieses Heizsystem werden die einzeln stehenden Transistoren auf konstanter Temperatur gehalten, was Schwankungen der Parameter vermeidet.

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Einige empfindliche Teile der diskreten Schaltungen sind stark von der sie umgebenden Temperatur abhängig. Das liegt an den einzeln stehenden Transistoren, die bei speziellen Beschaltungen sehr empfindlich auf eventuelle Temperaturschwankungen reagieren, welche je nach Einbauort und Laufzeit durchaus vorkommen können.

Mit dem T12 Heater setzt elysia auf ein System, das für konstante Bedingungen sorgt und die Temperaturschwankung für die integrierten Bauteile auf ein Minimum reduziert. Inspiriert durch hochpräzise elektronische Messgeräte, werden bis zu 12 diskrete Transistoren in einem massiven Kupferring auf eine definierte Temperatur gebracht.

Ist das System einmal aufgeheizt, ist nur noch wenig Strom nötig, um die Temperatur konstant zu halten. Die elektronische Regelung sorgt dafür, dass die mögliche Abweichung nur wenige Grad beträgt. Wie bei hochwertigen Röhren-Geräten erfolgreich praktiziert, sollte auch dem mpressor eine kurze Aufwärmphase zugestanden werden, um ihn ausschließlich in Bestform zu erleben.

Technische Daten
Wenn dich die typischen Messwerte und technischen Daten des mpressors interessieren, bist du hier genau richtig.

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Frequenzumfang:                         <10 Hz - 33 kHz (-3,0 dB)
THD+N:
@ 0 dBu, 20 Hz - 22 kHz
@ +10 dBu, 20 Hz - 22 kHz

0,04 %
0,33%
Rauschen:
20 Hz - 20 kHz (A-weighted)

-84 dBu
Dynamikumfang:
20 Hz - 22 kHz

109 dB
Maximaler Pegel:
Eingang
Ausgang

+25 dBu
+27 dBu
Impedanz:
Eingang
Ausgang

10 kOhm
68 Ohm