Diskrete Class-A Topologie
Als echte elysia-Spezialität sind die Audiowege des mpressor 500 vollständig diskret aufgebaut und verwenden keine integrierten Schaltungen.

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Um die Vorteile diskreter Schaltungen zu verstehen, bietet sich ein auf den ersten Blick etwas merkwürdiger Vergleich an: Audiotechnik vs. Kochen! Wer beim Kochen ausschließlich auf Fertiggerichte setzt, muss sich mit dem zufrieden geben, was aus der Packung kommt. Ein kreativer Koch setzt jedoch auf eigene Rezepte und ausgesuchte Zutaten.

Integrierte Schaltungen (ICs) verhalten sich in dieser Hinsicht häufig wie Tütensuppen: Sie sind billig, massenkompatibel und haben einfach keinen Platz in der Haute Cuisine. Wer ein analoges Audiogerät zu 100% nach eigenen Ansprüchen und Ideen ohne Kompromisse bei der Qualität entwickeln möchte, kommt um ein diskretes Design nicht herum.

Im mpressor 500 wurde diese Philosophie konsequent umgesetzt, denn sämtliche Audiopfade basieren auf einem neuen Design, das vollständig auf hochwertige diskrete Komponenten aufbaut. Ein völlig eigenständiges Rezept!

Darüber hinaus läuft unser Kreativ-Kompressor im permanenten Class-A Modus. Dabei sind alle Endtransistoren immer im leitenden Zustand, wodurch Übernahmeverzerrungen erst gar nicht entstehen können und eine klanglich hervorragende Basis geschaffen wird: Der Grundsound ist immer weit, offen und druckvoll.

THD Boost
Dieser schaltbare Oberton-Generator ermöglicht eine Klangfärbung auf Knopfdruck und Sättigungseffekte für einen kantigeren Sound.

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Durch die Aktivierung des THD Boost wird der Pegel vor dem Regelverstärker angehoben. Dadurch werden in der Eingangsstufe des Verstärkers Obertöne erzeugt, welche die Klangstruktur deutlich verändern.

Der mpressor 500 ist ein reiner Feed Forward-Kompressor, und das Gain-Potentiometer liegt noch vor dem Regelelement. Also lässt sich die Intensität der Sättigung durch verschiedene Einstellungen des Gain-Reglers erhöhen oder reduzieren.

Das Besondere: Der Detektor im Sidechain des Kompressors liegt parallel und wird vom THD Boost in keiner Weise beeinflusst. Die eigentliche Kompression verändert sich also nicht, sondern es wird ausschließlich der Klang beeinflusst.

Man generiert ein gesättigtes und damit auch in seiner Dynamik reduziertes Audiosignal, für die Steuerung der Kompression steht jedoch immer die volle ursprüngliche Dynamik mit allen Transienten, Impulsen, usw. zur Verfügung.

Auto Fast
Durch seine großen Brüder inspiriert: die zuschaltbare Halbautomatik für ein perfektes Attack auf der Basis des eingestellten Wertes.

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Die Attack-Zeitkonstante ist ein enorm wichtiger Parameter für das Regelverhalten eines Kompressors. Daher ist die Wahl der richtigen Zeiteinstellung von immenser Bedeutung, was jedoch je nach dynamischem Verlauf des zu bearbeitenden Materials – seien es Einzelsignale oder fertige Mischungen – eine schwierige Aufgabe sein kann.

Wählt man eine sehr schnelle Einstellung, kann der Kompressor die kurzen Spitzen zwar erfolgreich abfangen, allerdings wird auch der ausklingende Ton von dieser Einstellung beeinflusst und produziert eventuell hörbare Verzerrungen. Längere Attack-Zeiten hingegen reduzieren die Verzerrungen zwar deutlich, allerdings ist der Kompressor jetzt zu träge, um auf schnelle Impulse reagieren zu können.

Hier greift nun die Auto Fast-Funktion ein. Wählt man beispielsweise eine Attack-Zeit von 80 ms und schaltet Auto Fast hinzu, so wird die Attack-Zeit bei einem schnellen und lauten Signalimpuls automatisch verkürzt. Der Kompressor regelt schnell zurück und verhindert ein Durchschlüpfen des Signals.

Direkt nach diesem Vorgang geht die Attack-Zeit auf ihren eingestellten Wert zurück. Damit wird der Kompressor immer nur dann schnell, wenn es wirklich notwendig ist. Aus diesem Grund setzt die Schaltung auch nur bei kurzen und lauten Impulsen ein; für den Rest der Zeit bleibt der mit dem Regler eingestellte Wert gültig.

Anti Log
Diese alternative Charakteristik der Release-Kurve nimmt anstelle des linearen einen antilogarithmischen Verlauf und klingt damit deutlich auffälliger.

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Bei einem Kompressor sind die Zeitkonstanten und insbesondere die Release-Zeit dafür verantwortlich, wie auffällig oder unauffällig der Regelvorgang zu hören ist. Beim Mastering ist zum Beispiel ein eher dezentes Verhalten gefragt, daher sind dort die Release-Kurven häufig logarithmisch oder linear.

Bei einem solchen logarithmischen Release werden die Zeiten umso kürzer, je höher die Reduktion des Pegels ist. Das hat den Vorteil, dass kurze, laute Spitzen (wie z.B. bei Drums) eine schnelle Release-Zeit haben, und das restliche Programm-Material langsamer bearbeitet wird.

Wenn es jedoch um gewollt auffällige und kreative Kompression geht, die auch neue Sounds ermöglichen soll, macht es durchaus Sinn, das Ganze kurzerhand auf den Kopf zu stellen. Im Anti Log-Modus des mpressor 500 verläuft die Kurve also genau umgekehrt: Wenn nach einer Überschreitung des Threshold die Kompression einsetzt, so ist die Release-Zeit erst einmal länger. Wenn dann das Eingangssignal deutlich zurückgeht, wird auch die Release-Zeit wieder schneller.

Eine spezielle Schaltung sorgt dafür, dass dieser Effekt unabhängig von der absoluten Gain Reduction passiert. Ob der Kompressor nun 10, 15 oder 20 dB wegzieht, die Kurve bleibt am Anfang immer gleich und wird nur zum Ende hin schneller. Somit lassen sich auf Knopfdruck viele ungewöhnliche Kompressions-Effekte erzeugen.

Negative Ratios
Die Kennlinie knickt ab und kehrt wieder nach unten zurück! Heftiges Pumpen, Rückwärts-Sounds usw. – perfekt für abgefahrene Kompressionseffekte.

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Negative Ratios – was genau ist das? Um diese Funktion richtig zu verstehen, sollte man sich zunächst noch einmal vergegenwärtigen, was der Ratio-Wert bei einem ‚normalen’ Kompressor bewirkt:

• 1:1 Das Signal bleibt linear; es findet keine Kompression statt.
• 1:2 Ab dem eingestellten Threshold wird ein Anstieg des Eingangssignals um 2 dB auf einen Anstieg des Ausgangssignals um 1 dB komprimiert.
• 1:∞ Ab dem eingestellten Threshold wird das Ausgangssignal unabhängig vom Eingangssignal konstant auf dem Threshold-Level gehalten (Limiter).

Bei einer negativen Ratio (z.B. -3:1) knickt die Kennlinie vom Threshold an ab und kehrt wieder nach unten zurück. Je lauter bei einer solchen Einstellung das Eingangssignal wird, desto leiser wird das Ausgangssignal – perfekt für abgefahrene Kompressionseffekte. Um die teilweise extreme ‚Zerstörung’ in den Griff zu bekommen, bietet sich der Einsatz des Gain Reduction Limiters an.

Jenseits der Unendlichkeit – der mpressor 500 macht es möglich ;-)

Gain Reduction Limiter
Dieser neuartige Limiter liegt nicht etwa wie üblich im Audiopfad, sondern begrenzt die Steuerspannung des Kompressors.

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Eine Spezialität des mpressor 500 ist der Gain Reduction Limiter für die Begrenzung der Steuerspannung (Control Voltage). Dieser Limiter liegt nicht etwa – wie sonst üblich – im Audiopfad, sondern im Regelweg des Kompressors, wo er im aktiven Zustand die Steuerspannung auf den eingestellten Wert limitiert. Das bedeutet: Egal, wie hoch der Pegel des Eingangssignals ist – ab der mit dem GR Limit-Regler eingestellten Schwelle findet keine stärkere Kompression mehr statt.

Als Vergleich stelle man sich einen Fader am Mischpult vor, wo man per Hand ‚Kompressor spielt’: Würde man nun den Fader bei z.B. -10 dB durch einen Klebestreifen limitieren, könnte er das Signal nur bis zu diesem Wert reduzieren. Fiele der Eingangspegel wieder unter die Schwelle, würde auch der Fader wieder zurückgezogen.

Würde jedoch das Eingangssignal über die eingestellte Schwelle hinaus noch einmal lauter werden, könnte der Fader nicht weiter als -10 dB heruntergezogen werden. Ab diesem Anschlag würde dann auch das Ausgangssignal in Abhängigkeit vom Eingangssignal wieder lauter werden.

Durch diesen Limiter können also laute Stellen ihre Dynamik beibehalten, weil sie über den eingestellten Wert hinaus nicht weiter komprimiert werden. Auch Effekte wie Ducking oder Upward Compression sind hiermit möglich, indem nur die leisen Signale lauter gemacht werden, ohne die eigentliche Dynamik zu verändern.

Analog-dynamische LED-Anzeige
Durch in der Helligkeit modulierte LEDs wird das Verhalten des Kompressors analog dargestellt: sehr schnell und mit fließenden Übergängen.

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Die Gain Reduction-Anzeige stellt ein wichtiges Visualisierungswerkzeug für den Anwender dar, um den Regelverlauf eines Kompressors unterstützend zu bewerten. In vielen Geräten findet man dazu mal mehr, mal weniger präzise VU-Meter. Wirklich brauchbar sind solche Anzeigen aufgrund der Trägheit des Zeigers nur bei moderaten Zeit-Einstellungen.

Eine andere populäre Anzeigeform sind LED-Ketten. Leider haben auch diese einen Nachteil: Durch die Standard-Treiber erfolgt der Wechsel zwischen den Anzeigewerten abrupt. Eine einzelne LED zeigt damit immer einen ungenauen Wert innerhalb eines festgelegten Bereichs an. Zwischenwerte werden durch hektisches Flackern höchstens angedeutet.

Für eine optimale Darstellung kommt im mpressor 500 eine analog-dynamische Anzeige zum Einsatz, welche die Vorteile von VU-Metern und LED-Ketten in sich vereint. Dieses Meter arbeitet mit LEDs, die aber durch eine spezielle Beschaltung auch Zwischenwerte durch Helligkeits-Veränderungen darstellen können.

Damit wird das Verhalten des Kompressors analog dargestellt: sehr schnell und mit fließenden Übergängen. Dem Anwender wird ein wichtiges Werkzeug zur präzisen Überwachung der Regelvorgänge zur Verfügung gestellt – endlich entsteht ein stimmiges Verhältnis zwischen akustischer und visueller Wahrnehmung der Regelvorgänge.

Transconductance Amplifier
Die spezielle Gainreduction-Schaltung des mpressor 500 überzeugt durch ein geringes Grundrauschen, extrem schnelle Regelzeiten und jede Menge Punch.

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Ein wesentlicher Teil der Entwicklung eines Kompressors ist das Regel-Element, welches das NF-Signal spannungsgesteuert absenken kann. Hierdurch unterscheiden sich auch die wesentlichen technologischen Konzepte.

Beim mpressor 500 kommt elysias spezieller Transconductance Amplifier (TCA) zum Einsatz. Kern dieser Schaltung ist ein Differenz-Transistorpaar, bei dem eine modulierte Stromquelle die Verstärkung bestimmt. Zusätzlich wurden einige weitere Transistoren eingebunden, um das Rauschen weiter zu minimieren und die Einflüsse der Steuerspannung zu reduzieren.

Ein weiterer Vorteil der TCA-Topologie ist das sehr schnelle Ansprechverhalten auf die Steuerspannung. Somit lässt sich ein Kompressor aufbauen, der auch extrem schnelle Änderungen und Zeitkonstanten ermöglicht.

Weiterhin bemerkenswert ist die Tatsache, dass das Make Up-Gain hier als Eingangsverstärkung ausgelegt wurde, die parallel zum Sidechain verläuft und somit keine Auswirkungen auf das Regelverhalten hat. Der wesentliche Vorteil dieser Anordnung ist, dass das Grundrauschen des Geräts unabhängig von der Verstärkung immer gleich bleibt.

Gerasterte Potentiometer
Sämtliche Potentiometer verfügen über 41 Rasterstufen, was eine große Hilfe für den schnellen und präzisen Recall früherer Sessions darstellt.

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Im mpressor 500 kommen für alle Parameter gerasterte Potentiometer zum Einsatz. Durch die 41 Rasterstufen ist der Recall einmal gemachter Einstellungen denkbar einfach, und es steht eine praxisgerechte Anzahl an möglichen Einstellungen zur Verfügung. Außerdem fühlt es sich einfach super an ;-)

Gerasterte Regler werden üblicherweise nur in deutlich teureren Geräten oder speziellen Mastering-Versionen verwendet. Oder – in den meisten Fällen – überhaupt nicht. Der mpressor 500 bietet dieses überaus nützliche Feature als Teil seiner Serienausstattung, ohne jeden Luxus-Aufschlag.

Durchgehende Masse-Abschirmung
Eine der sechs Ebenen auf der Platine des mpressor 500 ist eine durchgehende Kupferfläche zur Reduktion der von elektrischen Feldern ausgehenden Störsignale.

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Die Platine des mpressor 500 hat insgesamt sechs übereinander liegende Ebenen: Während fünf davon die eigentlichen Audioschaltungen sowie die Spannungsversorgung beherbergen, handelt es sich bei der sechsten um eine durchgehende Masse-Abschirmung. Aber welchen Sinn macht das?

Die hier vorhandene Masse-Abschirmung liegt sehr nah unter den Leiterbahnen, welche die Audiosignale führen, wodurch mögliche Interferenzen und von elektrischen Feldern ausgehende Brumm-Einstreuungen effizient abgeschwächt werden.

Technische Daten
Wenn dich die typischen Messwerte und technischen Daten des mpressor 500 interessieren, bist du hier genau richtig.

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Frequenzumfang:                         <10 Hz - 390 kHz (-3 dB)
THD+N:
@ 0 dBu, 20 Hz - 22 kHz
@ +10 dBu, 20 Hz - 22 kHz
@ 0 dBu, 20 Hz - 22 kHz, THD Boost
@ +10 dBu, 20 Hz - 22 kHz, THD Boost

0,04 %
0,19 %
0,24 %
2,20 %
Rauschen:
20 Hz - 20 kHz (A-bewertet)
Rauschen, 20 Hz - 20 kHz (A-bewertet), THD Boost

-79 dBu
-87 dBu
Dynamikumfang:
20 Hz - 22 kHz

99 dB
Maximaler Pegel:
Eingang
Ausgang

21 dBu
22 dBu
Impedanz:
Eingang
Ausgang

10 kOhm
68 Ohm
Strombedarf:
Gesamt

75 mA