Gear Lust 05/2010
Barry Rudolph: „Wegen seiner Vielseitigkeit und seinen einzigartigen Features, die kein anderer Kompressor zu bieten hat, möchte ich den mpressor ausdrücklich empfehlen. Er besticht insbesondere durch seine kreative Ader und durch die Möglichkeit der radikalen Veränderung der dynamischen Struktur von Signalen.“
> Weiterlesen...

Monitor 03/2010
Gunnar E. Olsson: „Mir scheint, dass es sehr gut gelungen ist, das Motto der Hardware – Klangqualität auf der ganze Linie – auch in der Software umzusetzen. Es ist extrem einfach, mit dem mpressor zu arbeiten, und gleichzeitig steckt er voller Überraschungen. Mein Urteil lautet: Sehr Mponierend!“
> Weiterlesen...

Future Music 02/2010
Stuart Bruce: „Von subtiler, kontrollierter Kompression bis hin zu radikalem Pumpen, von tonalen Veränderungen bis zu einem Groove, der sich völlig anders anfühlt. Dazu sein hervorragender Klang... Hier haben wir also ein sehr mächtiges und musikalisches Werkzeug für den täglichen Gebrauch.“
> Weiterlesen...

Keys 02/2010
Martin Keller: „Der mpressor eignet sich vielfältig […] Der Klang ist edel, hoch auflösend, klar und warm. Durch die oben beschriebenen Sonderfunktionen Anti Log und negative Ratio werden zudem verfremdende, tief greifende Manipulationen möglich, die ihn zu einem einzigartigen Werkzeug machen.“
> Weiterlesen...

Delamar 01/2010
Mario Laemmerhirt: „Das Versprechen von elysia ist für meinen Geschmack auf ganzer Linie bestätigt worden. Ich konnte jedenfalls kein Haar in der Suppe finden. Als kreatives Tool zur Klangformung macht er eine außerordentliche gute Figur. Der mpressor hat mich mit seinen sehr interessanten Kompressionseffekten überzeugt.“
> Weiterlesen...

Apfelwahn Music 01/2010
Heiko Wallauer: „Dieses Plug-in ist kein One-Trick-Pony, sondern bleibt flexibel in der Anwendung. Egal ob man also dezent akustische Instrumente komprimieren möchte, den Drums Dampf macht, oder ob man spektakuläre Effekte designt – der mpressor kann alle Anforderungen bedienen.“
> Weiterlesen...

Audio News Room 01/2010
Fab: „Einer der originellsten Kompressoren unserer Zeit, originalgetreu programmiert für die Anwendung auf multiplen Spuren eurer DAW. Der mpressor ist ein flexibler Allround-Kompressor, und insbesondere in eher experimentellen Projekten kann er aufgrund seiner einzigartigen Funktionen glänzen.“
> Weiterlesen...

Sonic Scoop 01/2010
Geoff Sanoff: „Der mpressor hat ganz klar eine eigene Klangfarbe und viele Abstufungen in Ton und Dichte – weit mehr als bei den meisten anderen Kompressoren. Was der Distressor für die moderne Recording-Welt darstellt, könnte der mpressor allemal für das Mixen im Rechner werden.“
> Weiterlesen...

96kHz.de 12/2009
Klangfabrique: „Der mpressor glänzt durch seine klanglichen Qualitäten, akkurate und solide Dynamikbearbeitung, sowie Flexibilität und intuitive Bedienung. Sein Funktionsumfang geht über die normalen Erwartungen an einen Kompressor hinaus und bietet auf schnellem und fast spielerischem Weg die Möglichkeit zu ungeahnten, neuen Klangkreationen.“
> Weiterlesen...

Recording.de 12/2009
Andreas Ecker: „Der mpressor kann rundum überzeugen: Sound und Flexibilität lassen nichts zu wünschen übrig. Meine beiden bisherigen Favoriten […] bekommen ernsthafte Konkurrenz, denn durch die oben beschriebenen Sonderfunktionen übertrifft sie der mpressor als Allrounder mit gehörigem eigenen Esprit.“
> Weiterlesen...

Ein Tag mit dem elysia mpressor plugin

von Ludvig Nylund
Guitarlounge – Dezember 2009

Jedes Jahr scheint der Markt für Audio-Plugins ein neues Allzeithoch zu erreichen. Es gibt eine Menge Leute, die den Einsatz präziser digitaler Emulationen der tatsächlichen Hardware vorziehen. Warum ist das so? Sicherlich gibt es verschiedene Gründe, wie zum Beispiel den Preis, die einfache Bedienbarkeit und die Recall-Möglichkeiten.

Es ist nun mal wirklich einfacher, die Einstellungen der in der DAW mit einem einzigen Knopfdruck abzuspeichern und diese später wieder genau so einfach abrufen zu können, als das entsprechende Recall-Sheet aus dem Archiv herauszusuchen und sämtliche Knöpfe für einen kompletten Mix wieder auf die richtigen Werte zu bringen.

Das gleiche gilt auch für den Preis, denn eine wirklich überzeugende Emulation eines 4.000 Euro teuren Kompressors kann für ein zehntel der Preises oder sogar weniger erstanden werden. Beide klingen in etwa gleich, wobei die Hardware etwas vorne liegt. Allerdings bleibt die Frage, ob die Hörer des Endresultats diesen Unterschied überhaupt zu schätzen wissen, was den zehn mal teureren Preis rechtfertigen könnte... wahrscheinlich eher nicht. Darüber hinaus lassen sich von einem Plugin eine theoretisch unbegrenzte Anzahl an Instanzen öffnen, was mit einer Hardware natürlich nicht geht.

Als wahrer Audio-Entusiast muss ich allerdings zugeben, dass es wirklich eine feine Sache wäre, dennoch die eine oder andere High End Hardware zu besitzen!

Die deutsche Audiofirma elysia hat ihren mpressor als Hardware auf der 2007er Musikmesse in Frankfurt vorgestellt. Mit einem Nettopreis von 3.360 Euro war das keine Option für den bescheidenen Homerecorder. Dieser Kompressor richtete sich eher an professionelle Studios, die sich solche Investitionen überhaupt leisten können.

2007 ist nun zwei Jahre her, und auf dem Plugin-Markt hat sich eine ganze Menge getan. Mit jedem neuen Jahr und jedem neuen Release scheint sich auch die Qualität zu verbessern und immer näher an die Hardware heranzurücken, und ich würde sogar sagen, dass einige Plugins schon fast  'angekommen' sind. Nun, ist das mpressor plugin tatsächlich so gut wie es nur irgendwie geht? Lasst uns das mal herausfinden!

Bei der Entwicklung hat elysia mit der hoch renommierten Software-Firma Brainworx zusammengearbeitet, die auch eigene Plugins entwickelt und vermarktet. Da das mpressor plugin eine Emulation ist, bietet es exakt die gleichen Parameter wie die Hardware. Neben den Standard-Reglern wie Threshold, Attack, Release, Ratio und Gain findet sich der externe Sidechain ebenso wie die speziellen Sonderfeatures des mpressors:

- Negative Ratios
- Anti Log
- Auto Fast
- Niveau Filter EQ
- Gain Reduction Limiter

Einige Gedanken zur Anwendung dieser Sonderfeatures
Negative Ratios bieten endlose Möglichkeiten, den Groove eines Tracks zu gestalten und das Plugin mehr als Effekt als für die traditionelle Kompression einzusetzen.

Die Anti Log Releasekurve fällt ebenfalls in die Kreativ-Abteilung. Dadurch wird Pumpen und Atmen des Kompressors auf Knopfdruck möglich. Mein erster Eindruck war, dass es sich irgendwie wie rückwärts abgespielt anhört (obwohl das aus technischer Sicht bestimmt nicht korrekt ist).

Auto Fast ist prima dafür geeignet, schnelle und laute Peaks abzufangen, die sonst gerne mal problematisch sein können. Auch wenn es darum geht, die Lautheit eines Tracks zu erhöhen, kann diese Funktion sehr praktisch sein.

Der Niveau Filter EQ ist ein einfach zu benutzendes Feature, dass ich zukünftig sicherlich immer wieder einsetzen werde. Man wählt einen bestimmten Punkt im Frequenzspektrum und stellt dann einen Gainwert ein. Dadurch wird alles über der gewählten Centerfrequenz angehoben und alles darunter abgesenkt. Alternativ kann man auch genau anders herum arbeiten, dann wird über der Centerfrequenz abgesenkt und darunter angehoben. Perfekt, um einen Track ein wenig aufzuhellen oder anzuwärmen.

Der Gain Reduction Limiter macht genau das, was sein Name bereits andeutet: man kann die Pegelreduktion auf einen fest einstellbaren Wert begrenzen. Wenn man einen Track mit einer Gain Reduction von -10 dB so richtig zusammendrückt, setzt man den Limiter auf -4 dB und die Kompression geht nicht mehr über diesen Wert hinaus. Dadurch bleiben die lautesten Stellen eines Signals weiterhin dynamisch, während man die leiseren Teile immer noch wie ein Irrer komprimieren kann. Nützlich? Aber hallo!

Zusammenfassung
Vielleicht seid ihr schon bei dem Fazit angekommen, welches sich indirekt aus meinen obigen Äußerungen ergibt: hier haben wir nicht nur einen mit allen Wassern gewaschenen Standard-Kompressor, sondern noch eine ganze Menge darüber hinaus. Der mpressor ist modern und vielseitig, er ist clean und tight. Wenn du willst, dass er atmet, dann macht er das auch, und wenn du möchtest, dass er subtil und transparent klingt, gehorcht er gleichermaßen. Und wenn du richtig Gas gibst und verrückte, aggressive Dinge hören möchtest, bekommst du diese ebenfalls... und zwar alles bei bester Audioqualität. Damit lässt sich von Gesang über Drums und Bass bis hin zu einem kompletten Rock-Mix alles bearbeiten, und so gut wie immer macht der mpressor dabei einen sehr, sehr guten Job.

Die Arbeit gestaltet sich einfach, denn das Layout ist das gleiche wie bei der Hardware (allerdings wird beim Plugin nur eine Seite der Hardware dargestellt, wobei es natürlich sowohl in Mono als auch in Stereo funktioniert).

Kompressoren werden häufig anhand von Kriterien wie transparent oder färbend kategorisiert, und auch Begriffe wie vintage, modern, schnell, langsam, HiFi und LoFi tauchen immer wieder auf. Beim Versuch, den mpressor zu beschreiben, lande ich bei einem vielseitigen, modernen, tighten Kompressor, den man nicht nur für verschiedenstes Audiomaterial einsetzen kann, sondern der mit einzigartigen Features zur experimentellen Klanggestaltung noch ein zweites Gesicht aufweist.

Ist es den Preis wert?
Wie bereits früher erwähnt befindet sich dieses Plugin eher unter den kostspieligen, und mit einem Nettopreis von 290 Euro kauft man so etwas nicht als Anfänger-Bundle zusammen mit seiner DAW. Professioneller geht es In-The-Box einfach nicht.

Aber rechtfertigt sich dadurch der aufgerufene Preis? Nun, das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Wer allerdings auf der Suche nach einer Möglichkeit zur hochwertigen Klangformung ohne den Weg über teure Hardware ist, findet hier eine der besten Lösungen überhaupt.

Wer das gerne einmal ausprobieren möchte, kann die Trial-Version hier herunterladen, allerdings ist ein iLok erforderlich. Nehmt euch vor, während der Testzeit unterzutauchen, viel Zeit damit zu verbringen und dann zu entscheiden, ob sich die Investition für euch lohnt. Für eine Sache kann ich auf jeden Fall garantieren: Ihr werdet beeindruckt sein!

Abschließend möchte ich diesen Testbericht noch mit einigen Soundclips abrunden. Der Gesang wurde mit einem Vintage Neumann U47 und die Gitarre mit einem AKG C451 B durch den Preamp einer SSL G8000 aufgenommen und in Logic mit etwas Hall versehen. Von jedem Clip gibt es drei Versionen:

- Unbearbeitet
- mpressor: Den wollt ihr jetzt mal hören, oder?
- Logic 8 compressor: Gar nicht so schlecht, aber schon weniger beeindruckend. 

Ich möchte allerdings noch darauf hinweisen, dass diese Clips auf keinen Fall die Vielseitigkeit des mpressors aufzeigen, sondern gerade mal an der Oberfläche der Möglichkeiten kratzen. Auf der elysia Website gibt es weitere Soundclips, die den mpressor auch deutlich aggressiver in Kombination mit verschiedenen Drumloops etc. präsentieren. Aber ihr solltet wirklich die Trial-Version runterladen und das Ganze selber ausprobieren!