Mix Foundation 10/2008
Hillel Resner/Karen Dunn: „24th Annual Technical Excellence and Creativity Awards - der mpressor von elysia wird in der Kategorie für herausragende technische Leistung in der Kategorie Hardware-Signalprozessoren nominiert. Dies erfolgt durch die Mix Foundation in Anerkennung einer exzellenten Leistung innerhalb der professionellen Audioindustrie.“
> TEC Award Nominees 2008

Sound On Sound 08/2008
Paul White: „Der mpressor ist einer der flexibelsten Kompressoren, die mir jemals untergekommen sind. Die verzerrungsarme und ultra-transparente Schaltung eignet sich perfekt für Mastering und Mixing im traditionellen Sinne, während die Waffenschein-pflichtigen Extras sich als unbezahlbar für das Aufpeppen von Drums oder Bass erweisen – und überhaupt von allem, was man mit einer gehörigen Portion Energie versehen will.“
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Réalisason 04/2008
Frank Ernould: „Moderate Einstellungen machen aus dem mpressor einen gutmütigen, effizienten und transparenten Kompressor, der in der Lage ist, auch die wildesten Signale unauffällig zu zähmen. Treibt man es aber weiter […], hat man im Handumdrehen das im mpressor steckende Biest geweckt.“ 
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Audio Media 03/2008
Simon Tillbrook: „Der mpressor von elysia hat mir wirklich die Augen geöffnet. Er ist weit mehr als ein Kompressor mit ein paar cleveren Einfällen, vielmehr handelt es sich um einen klanglich überwältigendes und enorm kreatives Gerät. Je mehr Zeit man mit dem mpressor verbringt, desto größer wird diese Einsicht – und damit auch der Unwille, ihn jemals wieder abzugeben.“
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Recording Magazin 03/2008
Stephan Kirschner: „Der mpressor gibt in der Studioarbeit einen kreativen Schub und lädt zum experimentieren ein. […] Die Klangmöglichkeiten, die sich dann eröffnen, werden mit Sicherheit vom experimentellen Elektro-Musiker bis hin zum klassischen Rock-Tontechniker alle begeistern“.
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Sound & Recording 02/2008
Hannes Bieger: „Wer sich für einen 'modernen' Allround-Kompressor interessiert, der ganz nebenbei noch zum kreativen Soundmonster werden kann, der ist hier an der richtigen Adresse. Klanglich deckt der mpressor nicht nur die 'Standards' ab, als Lautmacher brilliert er sogar – und dazu ist er für spektakuläre Effekte gut, die bis dato teilweise 'unerhört' waren.“
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Studio Magazin 01/2008
Fritz Fey: „Mit dem mpressor ist […] eine wirklich einmalige Entwicklung gelungen, die die Grenzen herkömmlicher Gerätekonzepte bei weitem übertrifft. Das gesamte Schaltungskonzept ist ein echtes Original. Ob als Tracking- oder Bus-Kompressor, vielleicht sogar im Bereich des Mastering – der mpressor kann in allen Bereichen seine Trümpfe ausspielen. Hut ab!“
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Tape Op 01/2008
Joel Hamilton: „Ich kann den mpressor nicht hoch genug loben. Er weist den Weg in die Zukunft der Kompression, und ich bin mir nicht mal sicher, dass selbst in fünfzig Jahren ein anderer komplett analoger Kompressor erscheinen wird, der all die erstaunlichen Dinge tun kann, die der mpressor drauf hat.“
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Professional audio 11/2007
Michael Nötges: „Analog heißt nicht unweigerlich auch vintage: Der mpressor ist aufgrund seiner innovativen Features zeitgemäß, wie auch state of the art, was Konzeption und Konstruktion angeht. Dabei klingt er ausgezeichnet und lässt zur vielseitigen Dynamik-bearbeitung, sowie zum ausgefallenen Sound-Design keine Wünsche offen.“
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Mpressive!

von Hagen Fin
Amazona.de (Deutschland) – Dezember 2007

Als vollanaloger Kompressor ist das neuste Produkt der Nettetaler Firma elysia im Jahre 2007 ein besonderer Hingucker. Während die Audio-Gemeinde sich mit auf perfekten Klang getrimmten digitalen Kompressoren aufgeilt, so versperren großflächige TFTs heute oft den Blick zur analogen Welt - die wohlgemerkt bis dato ihre Berechtigung nicht verloren hat.

elysia formte sich aus Dominik Klaßen, einem erfahrenen Marketingmenschen, und Ruben Tilgner, seines Zeichens ist er ein ehemals wichtiger Entwickler der Firma SPL, er war unter anderem für die Entwicklung des bekannten Transient-Designers verantwortlich. Der mpressor ist ein ganz besonderer Kompressor, der neben ‚normalen' Anwendungen auch für extremes Klangdesign einsetzbar ist. Für den Klang zeichnet sich die jahrelange Erfahrung des Entwicklers verantwortlich, kennt er sich doch hervorragend mit Pegeldetektion, VCAs und Hüllkurven aus. Noch wichtiger ist hingegen, wie man diese Kenntnisse in ein fertiges Produkt umsetzt.

Das Gehäuse mutet optisch in einem Granit-Look an. Selbstverständlich handelt es sich dabei nicht um ein Steingehäuse, sondern um solide lackiertes und gepulvertes Aluminium. Beachtlich ist dabei die Materialstärke, die an den wichtigen Stellen bis zu 8 mm umfasst! Die Verarbeitung des Gerätes ist grandios, sogar die Potiknöpfe sind aus dem Vollen gefräst, hier geht so schnell nichts kaputt. Auch wenn es in diesem Zusammenhang kleinlich klingt - mit dem elysia alpha kann nicht mal der mpressor mithalten, verfügt der alpha doch sogar über gleitgelagerte Potiknöpfe...

Generell kann das Design des mpressors mit jedem preisgekrönten PlugIn mithalten, jedoch ist beim mpressor alles echt und nicht nur ein virtuelles Rendering. Jedoch soll die optische und mechanische Opulenz die eigentliche Aufgabe eines Kompressors nicht übertünchen, sondern unterstützen. Es möchte also gar nicht erst der falsche Eindruck entstehen, wenn man den mpressor betrachtet, ohne ihn gehört zu haben.

Die Technik des mpressors ist vollkommen diskret aufgebaut, und ich meine hiermit keine frei verdrahteten Transistor-Bälle, sondern sauberes Platinenlayout ohne Chip-OpAmps und einen mechanisch erstklassigen Geräteaufbau. Die komplette Schaltung ist aus einzeln ausgesuchten Bauteilen entstanden und konnte somit von Grund auf mit idealistischem Hintergrund klanglich optimal gestaltet werden. Wirft man einen Blick ins Innere, so möchte der Begriff ‚Kompromiss' in weite Ferne rücken. Ich gebe zu, dass mir ein derartiges Gerät, fernab von Pragmatismus, imponiert. Wer mehr wohlgeformte Worte über den mpressor lesen möchte, dem würde ich gerne die Elysia Homepage zur Bettlektüre empfehlen.

Nun ja, den Aufbau eines Kompressors dürften interessierte Leser dieses Berichtes sicherlich kennen. Am mpressor sind vor allem zunächst die Wertebereiche der Parameter interessant, die man so in kaum einem anderen Gerät findet. Während der Threshold- und der MakeUp-Regler mit 16 dB Headroom noch halbwegs spießig daherkommen, so sind Attack-Zeiten von nur 0,01 ms und ein Ratioregler, der von 1:1,2 über 1:1 in einen negativen Bereich von 1:-4 übergeht doch viel interessanter.

Beginnen wir jedoch beim Attack-Regler. Dieser kann in einen so genannten Auto-Fast Modus umgeschaltet werden. Dieser ermöglicht eine halbautomatische Regelung des Attack-Parameters, wie wir es schon von anderen Kompressoren her seitens des Release-Parameters kennen. Je nach Beschaffenheit des Eingangssignals prägt der mpressor diesem bei aktivertem ‚Auto-Fast' seinen Klangcharakter auf. In den Positionen unterhalb von 6 ms wird der klangliche Output des mpressors dann sehr experimentell. Oft hört man nur noch Knack-Geräusche von Transiententeilen. Je nach Eingangssignal ist hier also Tür und Tor für Spielereien jeder Art offen.

Ähnlich verhält es sich mit dem Release-Regler, der zwar über keinen Auto-Fast Modus verfügt, jedoch über einen Anti-Log Modus. Dieser ermöglicht ein Regelverhalten mit umgekehrt logarithmischer Hüllkurve für extreme Pump-Effekte, die ein normaler Kompressor eigentlich ums Biegen und Brechen vermeiden möchte. Die Devise des mpressors lautet somit: „Normal gibt's ja schon!"

Auch der Wertebereich des Ratio-Reglers ist erweitert. Über der 1:1 Schwelle kann man den mpressor in einen 1:-X Bereich fahren. Das darf man jetzt aber nicht mit einem Expander/Gate verwechseln, diese haben unterhalb des Threshold eine negative Ratio. Der mpressor arbeitet in diesem Ratio-Bereich oberhalb des Threshold mit der negativen Ratio. Wie es sich für einen Klangformer gehört, arbeitet der mpressor übrigens als Hardknee-Kompressor.

Jetzt kommen wir aber zu den wirklichen Schmankerln. Es gibt hier eine Funktion namens GainReduction-Limit. Damit kann man einstellen, wie stark der mpressor den Pegel generell absenken darf. Unterhalb dieses Wertes passiert mit dem Audiosignal also gar nichts, während der mpressor darüber extrem wild arbeiten kann. Einer kompletten gezielten Neuformung der Transienten steht also nichts im Wege.

Ebenfalls ungewöhnlich ist für einen Kompressor das Vorhandensein eines Equalizers, wobei schon der Equalizer alleine ungewöhnlich ist. Er arbeitet nämlich gleichzeitig mit einem High- und einem Lowshelf um nur eine Centerfrequenz. Wird der EQ-Gain Regler nun im Uhrzeigersinn von der Mittenposition bewegt, so werden die Frequenzen über der Centerfrequenz angehoben und darunter abgesenkt. Je weiter der Gain erhöht wird, desto größer wird auch die Güte der Shelving-Filter, so dass am Anschlag jeweils ein Tief-/Hochpassfilter entsteht. Hört sich interessant an, ist es auch!

Dass der mpressor zweikanalig ist, sieht man schon an den Abbildungen. Selbstverständlich steht auch eine Link-Funktion zur Verfügung. Etwas schade ist, dass man den EQ nicht per Schalter in den Sidechain-Weg oder in das Regelverhalten einschleifen kann, denn so hätte man mit einem Tastendruck noch weitaus mehr Möglichkeiten. Bei hohem Input-Pegel werden die 2. und 3. Harmonischen übrigens stark betont, was einen besonders fetten Klang ermöglicht. Im auf der Elysia-Seite erhältlichen Handbuch werden alle Funktionen sehr gut und anschaulich beschrieben.

Dominik Klaßen von elysia zum mpressor:

AMAZONA.de:
Dominik, im Zeitalter von hochqualitativen digitalen Algorithmen und relativ zu Hardware günstigen PlugIns ist es nicht auf den ersten Blick ersichtlich, dass die gute alte analoge Technik immer noch hier und da die Nase vorn haben kann. Könntest Du das unseren Lesern bitte aus Sicht von elysia kurz erklären?

elysia:
Das liegt vor allen Dingen daran, dass die Prozesse in analogen Audiogeräten so komplex sind, dass sie sich auch heute noch nicht hundertprozentig nachbilden lassen. Bleiben wir beim Thema Kompression, das ist nämlich ein gutes Beispiel: Der Kompressionsvorgang selbst geht mit einer ganzen Reihe an nicht-linearen Effekten wie zum Beispiel der Erzeugung neuer Harmonischer einher. Was die Hardware in denkbar höchster Auflösung generisch erzeugt, müssen die Algorithmen in Kombination mit der zur Verfügung stehenden Rechenleistung simulieren. Ein aus Soundgründen mal eben ausgetauschter Widerstand verhagelt Dir dann eventuell die Programmierarbeit von Tagen, wenn sich der Effekt dieser Veränderung an vielen Stellen einer Schaltung bemerkbar macht. Wir finden außerdem immer noch, dass sich Hardware weitaus intuitiver bedienen lässt als jede Software - vom Thema einer sich rasant entwickelnden und damit immer wieder selbst entwertenden Computertechnologie mal ganz abgesehen. Allerdings muss sichergestellt sein, dass die Qualität der verwendeten Wandler dem Niveau der analogen Hardware entspricht, denn sonst können solche Geräte ihr Potenzial nicht voll entfalten.

AMAZONA.de:
Der mpressor besitzt ja diesen außergewöhnlichen Equalizer, warum habt Ihr Euch dagegen entschieden, diesen per Schalter in den Sidechain-Weg einschleifbar zu machen?

elysia:
Das ist das typische Problem der eierlegenden Wollmilchsau. Wenn Du mit einem Konzept für ein neues Gerät anfängst, fallen Dir erst mal so ziemlich alle Features dazu ein, die man technisch in irgendeiner Form umsetzen kann. Eine solche Kiste mit tausend Schaltern würde aber kein Mensch bedienen wollen. Daher fängst Du mit dem, was Dir am sinnvollsten erscheint, die ersten Testaufbauten an und lässt den tatsächlichen Praxisnutzen darüber entscheiden, welches Feature gut ist und welches rausfliegt. Tendenziell will man am Anfang immer zuviel. Die Reduktion aufs Wesentliche ist am Ende das, worauf es ankommt - sonst macht es einfach keinen richtigen Spaß, ein Gerät dauerhaft einzusetzen. Die Arbeit muss schnell von der Hand gehen, und das Ergebnis muss sofort überzeugen. Gerade beim mpressor sind so einige ursprüngliche Ideen im Laufe der Entwicklung gekappt worden. Wir finden aber, dass Dir mit den diversen Sonderfeatures weit mehr Möglichkeiten offen stehen als mit den meisten anderen Kompressoren, und zwar ohne dass das Ganze unbedienbar ist. Was konkret die frequenzselektive Kompression betrifft: Diese kann mit Hilfe eines beliebigen Equalizers vor dem externen Sidechain-Eingang erzielt werden.

AMAZONA.de:
Welche Pläne habt Ihr für die Zukunft? Was kann nach einem alpha und mpressor noch kommen?

elysia:
Da unser grundlegendes Konzept und die Basistechnologie mittlerweile stehen, ist im analogen Bereich noch eine ganze Reihe an sinnvollen Geräten denkbar. Natürlich werden wir uns auch der immer besser werdenden digitalen Technologie nicht verschließen, aber man muss ja eins nach dem anderen anpacken, wenn es richtig gut werden soll. Die wichtigste Frage dabei ist: Was brauchen die Leute? Für uns heißt die Antwort darauf auf jeden Fall nicht, seit Jahren und Jahrzehnten im Markt befindliche Geräte ein weiteres Mal bis ins letzte Detail zu kopieren. Für uns ist es absolut keine Analogie, dass wir moderne Audiogeräte für zeitgemäße Anforderungen in klassischer Technik umsetzen wollen. Im Gegenteil: Gerade die diskrete Schaltungstechnik gibt Dir ja die Möglichkeit, die Ideen in Deinem Kopf eins zu eins in funktionierende Schaltungen umzusetzen. Die Liste mit möglichen Ideen für die Zukunft ist lang, aber davon ist noch nichts konkret genug, um es jetzt schon anzukündigen. Fest steht aber schon jetzt: Was immer da auch kommen mag, es wird sich nicht hinter dem alpha und dem mpressor verstecken müssen...

Fazit
Mit Worten ist es schwer zu beschreiben, was der mpressor alles kann, und in der Kürze der Zeit haben wir auch bei weitem nicht das Potential ausgeschöpft. Dennoch können Sie sich ansatzweise ein Klangbild in den Audiobeispielen schaffen. Aus rein technischer Sicht ist der mpressor ein analoger High-End Kompressor mit exzellenten Audiowerten. Klanglich steht er als analoges Gerät in krassem Gegensatz zu cleanen digitalen Kompressoren. Beim mpressor springen einem die analogen Beziehungen zwischen Amplitudenmodulation und THD geradezu ins Gesicht, was unterm Strich einfach viel lebendiger klingt als eine digitale Emulation. Für Pragmatiker ist der mpressor sicherlich nicht zu empfehlen, denn diese können oft mit ein paar Freeware-PlugIns ruhig gestellt werden :-). Was nun aber die echte Flexibilität des mpressors ausmacht, ist, dass er selbstverständlich auch bei herkömmlicher ‚einfacher' analoger Kompression eine erstklassige Figur abgibt. Außergewöhnlich!!! Absolute Kaufempfehlung.

PLUS
+++++ Toller analoger Klang
+++++ Verarbeitung
++++ Flexibilität

MINUS
- EQ nicht in den Sidechain einschleifbar