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Der alpha compressor und wie er in die Welt kam
Kaum eine andere Zeit war so verrückt wie diese. Ständig von neuen Ideen für Geräte, Schaltungen und Funktionen heimgesucht, reifte in den Köpfen einer noch namenlosen Firma das Konzept des späteren alpha compressors heran. Vieles war möglich, nichts davon gut genug. Der eigentliche Urknall passierte dann überraschend plötzlich. Die Abbildung zeigt das erste existierende Bilddokument überhaupt!
Dieses Konzept hatte lange auf sich warten lassen, war dann aber geradezu erstaunlich komplett. Was die Funktionalität angeht, spiegelt der damalige Fat Max fast 1:1 den heutigen alpha compressor wider. Lediglich die geplante Hold-Funktion erwies sich als wenig praxistauglich und entfiel; darüber hinaus wurden eigentlich nur Kleinigkeiten geändert. Als Ergebnis weiterer schlafloser Nächte stand schließlich mit elysia auch der Firmenname fest.
Nach ersten Versuchsaufbauten und Hörtests wurde schnell klar, dass hier ein ganz besonderes Gerät entstehen würde. Selbstverständlich musste dieses auch in ein angemessenes Gewand gekleidet werden! Die elysianer wandten sich an die Spezialisten von markt und design. Begeistert von der Idee und der Möglichkeit, in Sachen Material aus dem Vollen schöpfen zu können, machte sich das Designer-Team an die Arbeit.
Die Designer leisteten ganze Arbeit und produzierten eine unglaubliche Anzahl an genialen Vorschlägen – insgesamt liegen weit über hundert detaillierte Skizzen vor… Am Ende war die Qual der Wahl dann wirklich vollkommen, denn von zehn komplett ausgearbeiteten Vorschlägen musste ein einziger ausgesucht werden. Blue Shift machte schließlich das Rennen.
Währenddessen ging auch die intensive Entwicklungsarbeit voran. Viele neue Schaltungsvarianten wurden aufgebaut, komplette Bauteile-Serien durchprobiert und die Resultate immer wieder ausführlichen Hörtests unterzogen. Nach und nach setzte sich das Puzzle aus diskreten Bauteilen zusammen – die fixe Idee war im Begriff, sich endgültig zu materialisieren.
Und dann war es endlich so weit. Der mittlerweile in alpha umbenannte Kompressor erblickte das Licht der Welt. Noch als graue Maus im Prototypen-Gewand tourte er einige Zeit durch diverse Mastering- und Recording-Studios, um fundiertes Feedback für den finalen Feinschliff vor der Serienproduktion zu bekommen. Übrigens: das Kabel-Chaos (s.o.) ist mittlerweile längst Geschichte…
So sah schließlich das letzte Rendering aus. Schon Monate vor der tatsächlichen Fertigstellung des alpha compressors konnte man seine spätere Gestalt hier schon sehr gut erkennen. Die gleichen Daten dienten übrigens auch als Grundlage für die finalen Konstruktionszeichnungen. Jetzt musste sich nur noch zeigen, ob Elektronik und Mechanik ein einheitliches Ganzes ergeben würden.
Es funktionierte. Das Bild zeigt den alpha compressor mit der Seriennummer 1, der erstmalig auf der Musikmesse 2006 in Frankfurt am Main ausgestellt wurde. Ziemlich genau ein Jahr nach der Skizzierung der ersten Idee war das dazugehörige Produkt fertig - ein echter Meilenstein in der Welt analoger Audio-Kompressoren.